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Institutionalisierung von BürgerInnenräte für Jugendliche

Wir möchten BürgerInnenräte in Oberösterreich institutionalisieren, um die jungen Bürgerinnnen und Bürger stärker in das Gemeindegeschehen einzubinden und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gemeinde zu stärken.

Ziel dieser JungbürgerInnenräte ist es, Impulse für die Entwicklung der nächsten Jahre zu liefern und parteiunabhängige Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.

 

Der BürgerInnenrat ist ein neuartiges Partizipationsverfahren, das es möglich macht, rasch, unkompliziert und kostengünstig ‚ganz normale’ Menschen dafür zu gewinnen, sich mit lokalen Themen zu beschäftigen und gemeinsam konstruktive Lösungen auszuarbeiten. Zu diesem Zweck wird eine Gruppe von 12 – 16 zufällig ausgewählten Personen aus einem Ort oder einer Region eingeladen. Die Gruppe trifft sich einmalig (im besten Fall 1 ½ Tage) und hat die Aufgabe, eine gemeinsame Erklärung zu einem Thema auszuarbeiten.

 

Nutzen

  • kostengünstiges, rasches Verfahren, um Menschen zu Eigenverantwortung und Engagement anzuregen (und um unkompliziert ‚öffentliche Meinung’ zu erheben)
  • Zufallsauswahl der TeilnehmerInnen
  • dadurch hohe Glaubwürdigkeit der Teilnehmer und deshalb großes öffentliches Interesse an den Ergebnissen
  • Effekt der politischen Bildung bei den Teilnehmern (Denken in Gemeinwohl-Kategorien wird gefördert)
  • Förderung von Selbstorganisation

 

In einer ersten Testphase soll die Ausbildung von Dynamic Facilitation ModeratorInnen zur Durchführung von BürgerInnenräten erfolgen. (ca. 3-5 Jugendliche)

Es ist die Durchführung von mindestens 3 Jung-Bürgerräten in verschiedenen Gemeinden in Oberösterreich geplant.

Heutzutage wird von Jugendlichen Politik oft gleichgesetzt mit "Parteipolitik", welche als unattraktiv oder abschreckend empfunden wird. Auch besteht oft eine gewisse Scheu, bei Veranstaltungen, die von politischen Parteien ausgerufen werden, teilzunehmen. So geht ein enormes Potential in jeglicher Hinsicht verloren. Der BürgerInnenrat beugt durch seinen überparteilichen und "Peer-to-Peer"-Ansatz diesen Hemmungen vor und hat zudies einen attraktiven Vorteil, da die Partizipation sich zuerst auf ein konkretes kurzes Treffen beschränkt.

 

Ideengeberin: Lydia Etzlstorfer - Mühlviertel