Essen bewegt uns – Unser Essen bewegt was!
Was esse ich heute nur wieder – so eine simple, spontan getroffene Entscheidung hat Auswirkungen. Nur meistens sind diese für uns keine unmittelbar sichtbaren und oft solche, die erst weit von uns entfernt – geographisch und/oder kulturell – zum Tragen kommen. Der erste Denkreflex ist meistens: Was geht mich das an?Diesen Bezug – dass Essen, unser Essen, Auswirkungen hat – möchten wir herstellen und junge Menschen im Rahmen von Workshops zur aktiven Integration nachhaltiger Ernährung in ihren Alltag motivieren.
Die Workshops sollten folgende Impulsfragen abdecken:
- Wie, Wo und unter welchen Umständen werden Nahrungsmittel angebaut/ produziert?
- Was bedeutet die Art der Vermarktung für die ProduzentInnen, wie beeinflusst es ihre Lebensqualität?
- Gibt es Alternativen? Kann ich es anders machen?
- Wie kann ich das „Handwerk Kochen“ in meinen Alltag integrieren und dabei zur nachhaltigen Gestaltung unserer Ernährungswirtschaft beitragen?
Am anderen Ende der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln stehen auch Menschen, mit ihren Hoffnungen, Ängsten und Träumen. Alle nachhaltig wirtschaftenden KleinbäuerInnen und LebensmittelhandwerkerInnen unter ihnen garantieren ein zukunftsfähiges Ernährungssystem. Um politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, welche ein solches sichern, sensibilisieren wir unsere Zielgruppe für Themen wie ökologisch und gesellschaftlich verträgliche Landwirtschaftsformen und alternative und gemeinschaftliche Versorgungskonzepte. Die TeilnehmerInnen sollen mit partizipativen, kreativen Methoden eingebunden werden in die Auseinandersetzung mit nachhaltiger Ernährung, Lebensmitteln und deren Urproduktion sowie Verarbeitung und ihren Auswirkungen. Dabei bildet das gemeinsame Erleben einer intensiven Sinnes- und Geschmacksschule und dem Handwerk guter, nachhaltiger Küche eine wichtige Basis. Im Zentrum steht dabei die partizipative Einbindung der SchülerInnen – diese erarbeiten in Begleitung selbst aktiv die theoretischen Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Umwelt und dem was auf ihren Teller kommt und bereiten gemeinsam die Speisen in der Küche zu.Als Erfolgsbeispiel und gute Ausgangsbasis für die Entwicklung des Konzepts unserer Workshops dienen die Erfahrungen der Symposien des Zukunftsforums Windhaag. Vor allem die Organisation des Buffetts „Essen bewegt uns – unser Essen bewegt was!“ (mehr dazu...) können wir nutzen.
- „Eine Milchmädchenrechnung? – Es geht auch fair, dann bleibt der Bäurin mehr.“
Die jungen Menschen von heute sind die KonsumentInnen von morgen, welche die Macht haben mit ihren Entscheidungen die Welt zu verändern.
Mittel- bzw. langfristig sollen die Workshops beitragen zu einer Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung in Hinblick auf einen umwelt- und sozial verträglichen Ernährungsstil der TeilnehmerInnen. In diesem Sinn ist es auch unser Ziel Anstöße für einen strukturellen Wandel der Verpflegungskonzepte von Schulen zu geben. Insgesamt können beide Effekte – auf individueller als auch institutioneller Ebene – wertvolle Beiträge für die Zukunft einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf lokaler und regionaler Ebene liefern. Um diese Ziele zu erreichen, möchten wir außerdem Synergien mit bestehenden Projekten nutzen und aktiv PartnerInnen der Region ins Boot holen. Dabei denken wir an Institutionen, wie die Bioschule Schlägl und Pioniere der Bioregion Mühlviertel, wie LandwirtInnen, GastronomInnen und KleinhändlerInnen.
Link: http://www.zukunftsforumwindhaag.at/index.php/2011-jugend-macht-demokratie/75-essen-ist-politisch
Ideengeberin: Astrid Glück und Claudia Hochreiter - Mühlviertel


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