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„Give-and-Take- Room“ - „Schenkraum“

Es sollen geldfreie Zonen bedingungslosen Gebens und Nehmens entstehen ("Give- and- Take- Rooms", "Kost- Nix- Räume" oder auch "Schenkräume"), wo aus Dingen, die jemandem nutzlos geworden sind, jemand anderem wieder Nutzen entstehen kann. Und das auf selbstverwalteter Basis - in Wohnkomplexen jeder Art, aber auch im öffentlichen städtischen Bereich oder überregional.

Eine verwandte Idee sind die sogenannten „Kost- Nix- Läden“. Im Gegensatz dazu sollen die Räumlichkeiten im gegenständlichen Konzept aber jederzeit frei zugänglich und von den Nutzern selbstverwaltet sein.

Ziele dabei sind:

- Verringerung des Müllaufkommens

- Vertraut machen der Menschen mit Ideen der Schenkökonomie

- Verstärkung der Interaktion zwischen Bewohnern eines Wohnkomplexes

- Schaffung einer assoziierten Plattform für das Teilen von Dingen und Gedanken

 

Die grundlegende Idee entstand aus der Tatsache, dass in unserem Studierendenheim ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, und viele BewohnerInnen kommen von weit her. Kaum jemand bringt dabei natürlich z.B. Geschirr, Handtücher, schwere Bücher, Wasserkocher, Fernseher, Drucker, dicke Winterjacken...bei der Anreise nach Österreich (oft im Flugzeug) mit, genauso wenig wird z.B. ein Suppentopf und Geschirr wieder mit nach Hause fliegen. Bislang wurde bei jedem Auszug also genau das weggeworfen, was den Menschen beim Einzug fehlt. Das wollte ich ändern, indem ich einen Raum von der Heimleitung übernahm, der als Weitergabeplattform dienen soll.

Bestätigt sah ich mich in meiner Idee erst kürzlich in Kopenhagen, wo öffentilche Einrichtungen dieser Art (teilweise von der Stadt betreut) gang und gebe sind.

 

Der Give-and-Take- Room wird schon von sehr vielen Bewohnern des Haus Döbling genutzt und ist schon weit darüber hinaus bekannt (Menschen aus ganz Wien, die Kontakte ins Haus haben, besuchen ihn gemeinsam mit Heimbewohnern). Durch die Internationalität (3/4 Drittstaatenangehörige inkl. EU) und die hohe Fluktuation an BewohnerInnen (Erasmus- StudentInnen) verbreitet sich die Idee in die ganze Welt. Studierendenheime mit hohem "Durchsatz" an Menschen eignen sich sicher besonders gut für eine Einrichtung dieser Art, aber auch in jedem Gemeindebau, Wohnungskomplex...ist so eine geldfreie "Verwertungszone" denkbar und wünschenswert.

 

Link:http://www.hausdoebling.at/index.php?option=com_content&view=article&id=187%3Agive-and-take-room&catid=42%3Areferate&Itemid=63&lang=e

Ideengeber: Helmut Schabschneider - Wien